Wie alles begann

Ich bin da. Fast schon am Ziel. Ich habe eine schöne Altbauwohnung nahe dem Zentrum von Herford. Wenn ich will, bin ich schnell mitten im Geschehen und doch wohne ich sehr ruhig. Ich kann alles zu Fuß erreichen. Einkaufen, Friseur, Arzttermine,… was auch immer ansteht. Der Aawiesenpark ist nur ein paar Minuten entfernt, zu Fuß sind’s ungefähr drei. Alles passt.

Und: Ich habe mein eigenes Fotostudio. Und einen schönen Raum, in den ich mir Leute für meine Veranstaltungen einlade. Vor ein paar Monaten wurde die Fotoauszeit geboren. Ich bin also fast am Ziel.

Es ist wohl Zeit, mal zu erzählen, wie alles begann 🙂 .

Prag


Prag, Aposteluhr

2007 war’s und ich war im Urlaub in Prag. Zufällig zu der Zeit, als dort die World Press Photo Ausstellung war. Da bin ich hin und es hat mich echt von den Socken gehauen. Die Bilder dort haben mich dermaßen “angepackt”, dass ich gedacht habe, wenn Fotografie das kann, dann will ich das auch. Die Leute erreichen mit meinen Bildern, eine Message rüberbringen, vielleicht sogar etwas bewegen.

Fotografiert hatte ich schon immer, aber nun fing ich an, das zu intensivieren. Workshops zu besuchen und mich selbst auf jede mögliche und erdenkliche Art und Weise weiter zu bilden.

Nach einem Jahr gab es das erste Projekt, nach einem weiteren Jahr das zweite. Ich begleitete Wohnungslose und Gefängnisinsassen einige Monate auf ihrem Weg und dokumentierte das ganze fotografisch. Wir machten Ausstellungen und brachten es in die Zeitung und es funktionierte. Ich erreichte die Leute, ich konnte etwas bewirken. Nicht die Welt verändern, aber mal ein bisschen zum Nachdenken anregen.

Neue Wege


Reamonn-Band

Es folgte Konzertfotografie, irgendwann die ersten Hochzeiten und andere Veranstaltungen. Und es wuchs der Wunsch, die Faszination, die ich für die Fotografie verspürte, an andere weiterzugeben. Ich habe das an den Volkshochschulen in Herford und Löhne getan. Wunderbare Jahre, in denen ich viele tolle Menschen kennenlernen durfte, viel Schönes erlebt und viel Erfahrungen gesammelt habe.

Worum geht’s eigentlich?

In dieser Zeit ist mir klar geworden, dass es vielen nicht nur ums Lernen geht. Sie wollen einfach eine schöne Zeit mit Gleichgesinnten verbringen, fachsimpeln und sich austauschen. Langsam wuchs in mir die Idee zur Fotoauszeit…

Unser tägliches Leben ist voll von Stress und Hektik. Ärger im Job, viel zu viel zu tun sowieso, vielleicht noch Streit in der Familie und im Freundeskreis.

Dazu die Welt, in der wir leben. Terror bestimmt immer mehr die Berichterstattung in den Medien, die Angst wird größer. All das macht uns unglücklich und unzufrieden. Es schadet unserem Wohlbefinden und damit letzten Endes auch unserer Gesundheit.

Wir verlieren den Blick für all das Schöne, dass uns trotz allem immer noch umgibt. Für liebe Menschen und schöne Begegnungen, für Vogelgezwitscher und die ersten Sonnenstrahlen am frühen Morgen.

Wir verlieren auch die Aufmerksamkeit für unsere Mitmenschen.

Das Leben genießen – Die Fotoauszeit

Mit der Fotoauszeit möchte ich dem etwas entgegensetzen. Ich möchte meinen Gästen ein paar schöne Stunden bereiten. Mal abschalten vom Alltag, mal an was anderes denken. Entspannung für Fotografen und für diejenigen, die sich für Fotografie interessieren.

Eine Auszeit eben. Das ist mein wichtigstes Anliegen und wenn meine Gäste dann irgendwann mit einem Lächeln auf den Lippen wieder nach Hause gehen, bin ich glücklich.

Bei mir hat das dann immer auch irgendwie mit Fotografie zu tun. Denn​ daher komme ich, darin liegt der Anfang von allem. Und letzten Endes ist die Fotografie eine ganz vorzügliche Möglichkeit, den Kopf mal ein bisschen von Sorgen und Nöten freizubekommen.
Klar, wir lernen auch immer etwas über die Fotografie und über unsere Kameras. Jede Veranstaltung hat schließlich auch ein Thema.
Aber, ehrlich gesagt, mein Hauptziel ist das nicht. Es geschieht mehr so nebenbei, vielleicht ist es gerade deshalb besonders gut.

 


Glückliche Teilnehmer, das Beste überhaupt

Die Zukunft

So gibt es nun also die Fotoauszeit. Mit immer neuen Veranstaltungen und ganz viel Dingen, die es vorher so noch nicht gegeben hat. Denn auch das ist mein Antrieb. Ich will mir immer etwas Neues ausdenken, etwas, was so noch niemand kennt.

Das mache ich nun seit ein paar Monaten, der Kreis meiner Gäste wird größer und sie kommen von weiter her. Alles läuft wirklich klasse, ich bin sehr glücklich und zufrieden.

Und es gibt diesen Blog. Hier habe ich bisher schon über die Veranstaltungen geschrieben, die stattgefunden haben. Nun werde ich das erweitern und rund um “meine” Themen schreiben. Das, was mir auffällt und was mich beschäftigt. Es gibt hier jetzt also öfters was zu lesen.

Und vielleicht kommen wir ins Gespräch. Ich würde mich freuen. 🙂

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